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Presse

Zur Ruhr-Triennale, Beitrag in Landtag intern

21.06.01

Geht die geplante Ruhr-Triennale auf Kosten regionaler Kultur?

Nein, die geplante Ruhr-Triennale geht nicht auf Kosten regionaler Kultur. Im Gegenteil. Die Region Ruhrgebiet und die schon heute hochattraktive Kulturregion Nordrhein-Westfalen insgesamt werden von dieser „Kultur-Offensive“ an der Ruhr nachhaltig profitieren. Unter dem nicht neuen, aber nach wie vor vielversprechenden Arbeitstitel „Kultur im Industrieraum“ entwickelt der international renommierte Kulturimpressario und Intendant der Salzburger Festspiele GĂ©rard Mortier ein Kultur-Konzept fĂĽr die „Region Ruhrstadt“ in direktem Kontakt mit den Kunst- und Kulturaktiven der Region. Die dafĂĽr in Aussicht gestellten Landesmittel sollen, so ist es zwischen den Regierungs-partnern besprochen, nicht zu Lasten des bisherigen Kulturhaushaltes gehen. Die Regionale Kulturpolitik, 1995 von der ersten rot-grĂĽnen Koalition entwickelt und vom Kulturministerium in den letzten sechs Jahren kontinuierlich, wenn auch nicht immer völlig problemlos ins Land getragen, hat sich bewährt. Ăśberall in NRW entstanden kulturelle Initiativen und Veranstaltungsreihen, bzw. es wurden neue Formate und Konzepte erarbeitet, die zu einem weitflächigen, anspruchsvollen Kulturangebot in unserem Land fĂĽhren. Mit GĂ©rard Mortier konnte nun ein Kulturmanager gewonnen werden, der – wie es sich inzwischen im Lande nicht unter den Kulturinteressierten herumgesprochen hat – sich den enormen Herausforderungen seiner neuen Aufgabe mit Engagement und groĂźem EinfĂĽhlungsvermögen stellt, weil er weiĂź, worauf es bei diesem Projekt ankommt. Die Regionen unseres Landes werden an diesen Entwicklungen nicht leiden, sondern an kulturellem Profil gewinnen, weil Kultur insgesamt in NRW neues Gewicht bekommt. Die Menschen haben erkennbar ein stärkeres BedĂĽrfnis, gemeinsam Kunst und Kultur zu erleben, wie die eindrucksvollen Besucherzahlen bei den vielfältig bereits laufenden Festivals in unserem Land, gerade auch im  Ruhrgebiet, bereits heute zeigen. Und da kaum etwas so gut ist, dass man es nicht noch besser machen könnte, wird die geplante Ruhr-Triennale ab 2003 die Bedeutung und Vitalität Nordrhein-Westfalens als Kulturregion noch attraktiver und wahrnehmbarer entfalten.

Von: Oliver Keymis

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