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Presse

Rückendeckung für RuhrTriennale – Kultur braucht mehr Gewicht, nicht weniger!

17.02.03

„Es kam, was kommen musste: Unter den Überschrift „Ruhrtriennale abspecken – Profil schärfen!“ kündigte die FDP ein Pressefrühstück und damit die altbekannten Kritikpunkte zur RuhrTriennale an: Zu teuer, zu wenig Zuschauer, zu viele Spielorte, zu wenig Werbung, zuviel Kultur für zuviel Geld.

„Es kam, was kommen musste: Unter den Überschrift „Ruhrtriennale abspecken – Profil schärfen!“ kündigte die FDP ein Pressefrühstück und damit die altbekannten Kritikpunkte zur RuhrTriennale an: Zu teuer, zu wenig Zuschauer, zu viele Spielorte, zu wenig Werbung, zuviel Kultur für zuviel Geld.

Vier Tage vor der Pressekonferenz des Intendanten Dr. Gerard Mortier zusammen mit dem Kulturminister des Landes NRW, Dr. Michael Vesper, auf der diese das Konzept und das Programm des Triennale-Hauptjahres 2003 vorstellen werden, stellt eine Fraktion im Landtag alte Forderungen auf und zieht schon jetzt Schlüsse aus dem ersten Triennale-Jahr. Dabei sind die Vorschläge kontraproduktiv, rechnerisch unhaltbar und zeugen nicht von Sachkenntnis – geschweige denn Kunstverstand. Völlig daneben liegt die Kritik im Bezug auf den Landeshaushalt. Gäbe es die RuhrTriennale nicht, wären dennoch auch Einsparungen im Kulturetat – wie in allen anderen Etats – notwendig geworden; das eine hat mit dem anderen eben nichts zu tun, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Die RuhrTriennale für 41 Millionen Euro in drei Jahren ist zusätzlich zum Kulturhaushalt vereinbart worden, die Ansätze, so schwer das zu vermitteln ist, sind eben nicht gegenseitig deckungsfähig.

Fakt ist:
die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Brigitte Capune-Kitka MdL hat noch keine einzige Triennale-Veranstaltung im Ruhrgebiet besucht.

Fakt ist auch:
Frau Capune-Kitka versäumte die vorletzte Kulturausschuss-Sitzung, in der Triennale-Direktor Gerard Mortier im Landtag NRW die bisherige Arbeit offen bilanzierte und dabei auch durchaus selbstkritisch beleuchtete.

Er nahm die Kritik der anwesenden Politiker und auch entsprechend die guten Wünsche (aller Fraktionen!) für die weitere Arbeit entgegen. Und er stellte bereits eine Straffung des Angebots und eine Konzentration auf weniger Spielorte in Aussicht und warb um Verständnis, dass ein solches Kulturereignis nicht aus dem Boden zu stampfen, sondern – auch mit kleineren Rückschlägen – behutsam, langfristig und damit nachhaltig zu entwickeln sei.“

Kulturpolitiker Keymis: „Die RuhrTriennale hat unsere volle Rückendeckung. Wir wollen Kunst und Kultur in unserem Land stärken und dabei kommt es entscheidend darauf an, dass solch ein mehrteiliges Großereignis eben nicht alleine steht, sondern umgeben ist von der Vielfalt und den kreativen Kräften der gesamten Region. Hier ist unsere politische Aufgabe, hier sind weitere Anstrengungen und gute Ideen gefragt. Ratschläge an den Intendanten der RuhrTriennale zu erteilen, ist nicht Aufgabe der Politik. Gerard Mortier weiß was er will und was zu tun ist.“

Von: Oliver Keymis

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