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Presse

Presseerklärung zum Poker um Fußballberichterstattung

19.07.01

Keymis zur Fußball-Berichterstattung: „Folgt das Handyverbot in Fußball-Stadien?“

Zum Gezerre um die Übertragungsrechte zur Fußball Bundesliga erklärt Oliver Keymis MdL, Medienpolitischer Sprecher:

„Die Anmeldung von drei Tagesschau-Kurzberichten über Spiele der Fußball-Bundesliga ist ein erster richtiger Schritt der ARD. Aber dabei muss es nicht bleiben. Das Recht auf Kurzberichterstattung im Umfang von 90 Sekunden pro Spiel ist im Rundfunkstaatsvertrag verbrieft. Damit soll die Grundversorgung der Bevölkerung in Sachen Information und Unterhaltung gesichert werden. Die ARD kann also von allen Spielen Kurzberichte liefern. Die Gebühren zahlenden Fans haben darauf einen Anspruch.

Nicht mehr hinzunehmen ist darüber hinaus die Feilscherei um die Hörfunkberichterstattung. Die berichtenden Reporter erbringen hier eine eigenständige literarische Leistung. Die ARD ist nicht legitimiert, dieses Freiheitsrecht für´n Appel und `n Ei an die Fußballvereine zu verscherbeln. Theoretisch könnte jeder Fan über sein Handy auf eine eigene Internet-Homepage berichten. Wollen die Bundesliga-Vereine ernsthaft solchen Piratensendern, die heute mit einfachen Mitteln zu realisieren sind, Vorschub leisten? Oder folgt das `Handyverbot in Fußball-Stadien`?

Bevor es dazu kommt, sollten hier bestehende Gesetzeslücken endlich zugunsten der Informationsfreiheit geschlossen werden. Jeder private oder öffentlich-rechtliche Radiosender soll künftig unentgeltlich und in frei gewähltem Umfang über jedes Ereignis berichten, wie er es journalistisch für sinnvoll hält. Wenn dies nicht freiwillig möglich ist, muss eine Absicherung über den nächsten Rundfunkstaatsvertrag erfolgen. So könnte auch die bereits erzwungene Sendepause der privaten Lokalradiosender in Fußballstadien rückgängig gemacht werden.“

Von: Oliver Keymis

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